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Evidenzbasierte Tools für psychische Gesundheit
10 min

Trauma-Pacing-Plan

Ein traumasensibles Tool zur Selbstbestimmung und Tempogestaltung, um vor oder bei der Annäherung an schwierige Inhalte zu bemerken, wann du langsamer werden, pausieren, stoppen oder Unterstützung wählen solltest.

Trauma & Trigger
Anfänger
10 min
Trauma-Pacing-Plan
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Überblick

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Anwendung

  • Vor der Annäherung an ein schwieriges Thema, einen Termin oder ein Gespräch, das aktivierend wirken könnte
  • Wenn du dir eine klare, geplante Erlaubnis wünschst, langsamer zu werden, Pausen einzulegen oder aufzuhören
  • Beim Wahrnehmen früher körperlicher oder emotionaler Signale, dass du dich der Grenze deines Toleranzbereichs näherst
  • Beim Vorab-Festlegen eines Erdungsankers oder einer Unterstützungsoption, ohne schwierige Ereignisse nachzuerzählen

Anleitung

  1. 1
    Benenne kurz die Inhalte oder die Aufgabe, der du dich widmen möchtest, ohne traumatische Details zu beschreiben oder zu erinnern.
  2. 2
    Erkenne frühe Körpersignale – wie Muskelverspannungen oder Taubheitsgefühle –, die dir signalisieren, dass es Zeit ist, langsamer zu werden oder zu pausieren.
  3. 3
    Wähle ein oder zwei praktische Pacing-Möglichkeiten, wie etwa ein Zeitlimit zu setzen oder geplante Pausen einzulegen.
  4. 4
    Erinnere dich daran, dass aufzuhören oder wegzugehen immer eine akzeptable und gültige Wahl ist.
  5. 5
    Bestimme einen erträglichen Erdungsanker und eine wenig fordernde Wiedereinstiegsaktivität für den Moment, in dem du pausierst oder fertig bist.
  6. 6
    Wenn deine unmittelbare Sicherheit ungewiss ist oder die Belastung unerträglich wird, halte inne und wende dich an den örtlichen Notruf oder eine Krisenhilfe.

Der Trauma-Pacing-Plan ist ein optionaler, traumasensibler Leitfaden, der dir hilft, dein eigenes Tempo vor oder bei der Annäherung an schwierige Inhalte zu beobachten und zu steuern – wie etwa bei sensiblen Formularen, Arztterminen, schweren Gesprächen oder herausfordernden Themen. Er ist keine Expositionstherapie, keine Traumaverarbeitung und kein Belastungstest.

Dieser Plan macht Selbstbestimmung und Erlaubnis ausdrücklich: Du musst dich an keine traumatischen Details erinnern oder sie beschreiben, und Weitermachen ist niemals verpflichtend. Du hast die volle Erlaubnis, langsamer zu werden, Pausen einzulegen, deine Umgebung anzupassen oder jederzeit ganz ohne Rechtfertigung aufzuhören.

Nutze dieses Arbeitsblatt als persönliche Planungshilfe und nicht als Versprechen von Ruhe, Sicherheit oder bestimmten Ergebnissen. Nutze nur das, was sich sicher und erträglich anfühlt. Wenn du überwältigende Not, unmittelbare Gefahr oder eine Krise erlebst, halte sofort inne und wende dich an den örtlichen Notruf, eine Krisenhilfe oder medizinisches Fachpersonal.

Forschung & Referenzen

  • Substance Abuse and Mental Health Services Administration (2014). Trauma-Informed Care in Behavioral Health Services. Treatment Improvement Protocol (TIP) Series, No. 57.
  • Rothschild, B. (2000). The Body Remembers: The Psychophysiology of Trauma and Trauma Treatment. W. W. Norton & Company.